Ich komme gerade aus dem Theater. Einen Monat musste ich warten. Doch heute abend war das Warten auf Godot vorbei. Und es hat sich gelohnt.

Patrick Stewart („Star Trek:TNG“, „X-Men“) und Ian McKellen („Herr der Ringe“, „X-Men“, „DaVinci Code“) haben die beiden Vagabunden so toll gespielt, dass die Zuschauer sie gar nicht von der Bühne lassen wollten. Das ist echt ein Pärchen.
Beide hatten (entgegen des Plakats) einen Bart, was auch logischer ist, denn als Vagabund hat man nicht jeden Tag die Möglichkeit, sich zu rasieren. Auch dass die beiden nicht mehr die Jüngsten sind (Stewart ist 68, McKellen 69), kommt dem Spiel zugute. Und McKellen war teilweise so lustig, dass ich mich vor lachen nicht eingekriegt habe. Mein Nachbar hat zweimal nur wegen mir gelacht. Ich weiß nicht mehr, ob die Stelle gerade lustig war, ich musste einfach lachen. Und auch Stewart hat eine unerwartet komische Seite ansich, die man in seinen Filmrollen so gar nicht wahrnimmt. Ich wusste jedenfalls nicht, dass er auch komisch sein kann. Für mich waren generell beide immer Charakterschauspieler. Alles in allem war das Spiel knapp 3 Stunden lang, inklusive Pause. Echt super.
Und das i-Tüpfelchen kam dann nach dem Stück. Wir haben draußen gewartet und auch das hat sich gelohnt. Ich habe jetzt ein Autogramm von Ian McKellen (ein sehr ruhiger und beinahe schüchterner Mann) und Patrick Stewart (der viel kleiner und viel netter ist, als ich immer dachte). Fotos konnte ich leider nicht machen, weil ich viel zu aufgeregt war und auch alles viel zu schnell vorbei war. Wenn ihr wollt, scanne ich die Seite mit deren Autogrammen und stelle sie ein …
Boah, watt ein Erlebnis.
Waiting for Godot … mit McKellen & Stewart … jederzeit wieder.
Wertung: 5 Sterne
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