{"id":145,"date":"2011-06-13T22:51:22","date_gmt":"2011-06-13T21:51:22","guid":{"rendered":"https:\/\/poeschic.co.uk\/blog\/?p=145"},"modified":"2020-12-02T20:29:25","modified_gmt":"2020-12-02T20:29:25","slug":"das-schicksal-eines-fanficautors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/poeschic.co.uk\/blog\/2011\/06\/13\/das-schicksal-eines-fanficautors\/","title":{"rendered":"Das Schicksal eines FanficAutors"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"http:\/\/www.fictionpress.com\/s\/2639297\/1\/Das_Schicksal_eines_FanficAutors\">Das Schicksal eines FanficAutors, a humor fiction &#8211; FictionPress.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sie sa\u00df eingewickelt in eine Decke auf ihrer Couch und kritzelte wie wild in ihrem Notizbuch. Von zeit zu Zeit konnte man sehen, wie ein verstohlenes Grinsen, ja manchmal sogar ein leises L\u00e4cheln \u00fcber ihr Gesicht huschte. Das Notizbuch war eigentlich einer der Schreibbl\u00f6cke die f\u00fcr die Uni gedacht waren, aber das k\u00fcmmerte sie nicht weiter. Noch halb in ihre Schreiberei vertieft strich sich die junge Frau eine Str\u00e4hne ihres langen dunkelbraunen Haares aus dem Gesicht, leicht genervt, dass sich ihr Zopf schon wieder aufl\u00f6ste. &#8218;Irgendwann schneid ich das alles ab!&#8216; schoss es ihr durch den Kopf, bevor sie sich wieder auf das Notizbuch, welches in ihrem Scho\u00df lag, konzentrierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hatte die Pappumschl\u00e4ge des Blockes mit verschiedensten Bildern beklebt, die sie aus dem Internet hatte. Manche hatte sie ausgew\u00e4hlt weil sie sie sch\u00f6n oder witzig fand, andere weil es ihre Lieblingscharaktere aus diversen Fernsehserien waren. Insgesamt sah der Block trotz der stabilen Umschl\u00e4ge schon recht mitgenommen aus, aber kein Wunder: schlie\u00dflich schleppte sie ihn \u00fcberall hin mit; selbst bei Regen. Aber vielleicht fiel ihr ja gerade irgendetwas ein w\u00e4hrend sie auf den Bus wartete oder zwischen den Vorlesungen in der Uni? Wer wusste das schon vorher? Sie jedenfalls nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sie einige weitere Minuten mit Schreiben zugebracht hatte seufzte sie und griff zu dem riesigen W\u00f6rterbuch, welches auf dem Sofa neben ihr lag. Geschichten schreiben konnte manchmal echt anstrengend sein, was das war egal schlie\u00dflich machte es auch eine Menge Spa\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend sie durch die Seiten des nahezu antiken Buches bl\u00e4tterte, fiel ihr Blick f\u00fcr einen Moment auf den Fernseher, den sie erst vor einiger auf Stumm gestellt hatte weil er sie beim Schreiben nervte. Die Serie auf die sie wartete hatte schon vor Minuten angefangen!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem leisen Fluch auf den Lippen lie\u00df sie W\u00f6rterbuch, Schreibblock und den pinken Stift mit dem sie eben noch den Block bearbeitet hatte aufs Sofa fallen und wandte sich dann ganz dem Fernseher zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre beiden Lieblingscharaktere waren gerade mitten in einer Unterhaltung, deren Ursprung sie verpasst hatte, als sie zu sp\u00e4t den Ton wieder angestellt hatte. Aber die Beiden standen recht nah beieinander? Und sie sahen verdammt s\u00fc\u00df aus wie sie so dastanden!<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;K\u00fcsst euch!&#8220; murmelte sie, immerhin waren die Beiden in der Sendung ja ohnehin schon richtig gute Freunde, und es w\u00fcrde ausserdem so toll aussehen. Mit einem Grinsen verfolgte sie die Sendung weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nein!&#8220; kam es leise und ged\u00e4mpft aus Richtung des Fernsehers, nachdem sie , noch immer mehr oder weniger mit ihrer Geschichte von vorher besch\u00e4ftigt war, den Figuren &#8218;gesagt&#8216; hatte sie sollten sich k\u00fcssen. Zuerst nahm sie es nicht einmal wahr, denn sie warf schon wieder Blicke zu ihrem Schreibblock und \u00fcberlegte, ob sie nicht einfach weiterschreiben sollte. Erst als sie ein Klopfen auf Glas h\u00f6rte, wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Fernseher zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Charaktere, die eben noch in ein Gespr\u00e4ch vertieft waren standen nun direkt hinter dem Bildschirm und schauten sie direkt an, w\u00e4hrend die Frau sogar an die Mattscheibe klopfte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wir k\u00fcssen uns nicht, nur weil du uns das sagst!&#8220; wiederholte sie und sah die junge Frau auf dem Sofa nun streng an. Diese war so erstaunt, dass sie vor Schreck schon den Schreibblock hatte fallen lassen, welchen sie eben gegriffen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wie bitte?&#8220; stammelte sie sie v\u00f6llig verunsichert und rieb sich die Augen. Sicher spielte ihr nur ihre M\u00fcdigkeit einen Streich. Doch als sie wieder hinsah, waren da immer noch die beiden Charaktere, die direkt zu ihr aufblickten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sie f\u00fcr einige Augenblicke die strengen Gesichter angestarrt hatte, entschied sie, dass es sich nur um einen Traum handeln konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Warum&#8230;&#8220; begann sie, doch die Frau unterbrach sie.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Weil es nicht im Drehbuch steht!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Aber&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nein, kein Aber!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;\u00c4hm wenn du das sagst&#8230;&#8220; erwiderte die junge Frau, es war ja eh nur ein Traum, also konnte sie auch mitspielen. Es musste einfach ein Traum sein. Was sollte es auch sonst sein?<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Danke sehr!&#8220; erwiderte die Frau aus dem Fernseher, bevor sie sich wieder zu ihrem Partner umgewandt hatte, welcher die ganze Zeit geschwiegen hatte. Augenrollend griff sie dann einfach ihren Arm und zerrte ihn wieder zu der Position an der sie vorher gestanden hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;K\u00f6nnen wir dann hier weitermachen?&#8220; fragte sie ihr Gegen\u00fcber genervt und begann wieder sich mit ihm zu unterhalten, ganz so als w\u00e4re diese ganze Unterbrechung nie dagewesen, nachdem ihr Partner leicht genickt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8218;Oha, das war mal merkw\u00fcrdig!&#8216; dachte die junge Frau, als sie die Scene weiterverfolgte. Sie schien sich nun wieder v\u00f6llig normal zu entwickeln, wie sonst auch. Nach einem ungl\u00e4ubigen Kopfsch\u00fctteln entschied sie sich, dass es schon sp\u00e4t war, und sie ohnehin ins Bett gehen sollte. Sie war verdammt m\u00fcde und selbst wenn sie nicht vor dem Fernseher eingeschlafen war, spielte ihr wohl nur ihre Phantasie einen Streich.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Seufzer schaltete sie den Fernseher ab und ging hin\u00fcber zu ihrem Bett. Das ganze Schreibzeug lie\u00df sie einfach auf dem Sofa zur\u00fcck. Dabei entging ihr die ged\u00e4mpfte M\u00e4nnerstimme, die nun aus dem dunklen Fernseher zu h\u00f6ren war.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wei\u00dft du, dich zu k\u00fcssen w\u00e4re schon hei\u00df!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schicksal eines FanficAutors, a humor fiction &#8211; FictionPress.com Sie sa\u00df eingewickelt in eine Decke auf ihrer Couch und kritzelte wie wild in ihrem Notizbuch. 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